Artikel zur Ernährung, Supplemente

Verschenktes Eiweiß | Wie das Eiweiß direkt in die Muskeln kommt – GASTARTIKEL

Einleitung:

Jedem wird ja wohl bekannt sein, dass man nach dem Training Eiweiß zu sich führen muss, um die Regeneration der Muskeln und deren Wachstum an zu regen. Doch wie wird Eiweiß eigentlich vom Körper nach dem Training aufgenommen und weiter verarbeitet? Ich denke jeder hat da seine Methoden, direkt nach dem Training eine Banane vor dem Eiweißshake oder den Shake einfach mit Wasser runterspülen und andere wiederum schwören auf Milch. Doch was stimmt nun tatsächlich?

Hierzu muss erst einmal veranschaulicht werden wie der Körper Proteine verarbeiten kann. Proteine oder auch Aminosäuren werden vom Körper vorzugsweise für die Bearbeitungen in den Muskeln verwendet, können bei übermäßig starker zufuhr aber auch wieder ausgeschieden werden, ohne dass sie verarbeitet werden. Weiterhin kann der Körper sie in Ausnahmefällen auch zu Kohlenhydraten oder Fett umwandeln.

Was sind nun diese Ausnahmefälle?

Die Ausnahmefälle treten dann ein, wenn der Körper sich im Katabolismus ( Abbau von Stoffwechselprodukten von komplexen zu einfachen Molekühlen ) befindet. Dieser findet Hauptsächlich nach dem Training und nach dem Aufstehen statt. In diesem Zustand hat der Körper einen erhöten Nährstoffbedarf, sprich Kohlenhydratebedarf und ist praktisch dazu gezwungen sich diese Nährstoffe irgendwo anderes her zu leiten unter anderem auch von Proteinen.

Wenn man nun nach dem Training z.B. Whey Proteine zu sich nimmt ( welche bekanntlich sehr schnell im Körper zur verfügung stehen) sind von diesem nach ca. 15-30 min schon 30% – 50% im Blut und stehen dem Körper zur Fett-, Kohlenhydrate- Umwandlung oder auch zur Muskelregeneration und Aufbau bereit. Fakt jedoch ist, dass durchschnittlich teurer als Kohlenhydrate sind und es sehr viel bessere für den Körper gibt als der Katabolismus von Proteinen zu Kohlenhydraten gibt.

Also: Proteine alleine nach dem Training sind zwar besser als nichts, jedoch würde ein großer Teil zu Kohlenhydraten umgewandelt werden.

Man kann dies jedoch vermeiden, in dem man ,,schnelle“ Kohlenhydrate zusammen mit den Proteinen zu sich nimmt, vorzugsweise Dextrose (Traubenzucker) oder noch besser Maltodextrin welches man für 5-10€ beim Discounter erwerben kann und den Katabolen Zustand verhindert.

In welchem Verhältniss sollte ich Kohlenhydrate und vorzugsweise Whey Proteine zu mir nehmen?

In der Regel sollten 1g Kohlenhydrate pro Kg Körpergeweicht und 0,5g Whey Proteine pro Kg Körpergewicht direkt nach dem Training zu sich genommen werden.  Auch in einer Low-Carb Diät bzw. Definitionsphase sollte auf Kohlenhydrate nach dem Training nicht verzichtet werden, hier gilt dann 0,5g Kohlenhydrate pro Kg Körpergewicht und ebenfals 0,5g Whey Proteine pro Kg Körpergewicht.

Wichtig:  In einer Studie wurde herausgefunden, dass der Körper mindestens 30g Whey Proteine benötigt, sollte man also unter 60 Kg wiegen sollte man dieses Minimum nicht unterschreiten, um einen neuen Gewebeaufbau zu gewährleisten!

Wichtig: Wenn keine 3 Stunden mehr zwischen der letzten Kohlenhydrateinnahme und dem zu Bett gehen liegen, ist es möglich, dass nicht mehr alle Kohlenhydrate verwertet werden und dann in Körperfettumgewandelt werden. Sollte man keine 3 Stunden mehr haben gilt es die Kohlenhydrate durch das Protein Kasein zu ersetzen im Verhältniss 1g Casein pro Kg Körpergewicht und 1g Whey Protein pro Kg Körpergewicht.  Statt beispielsweise 30g purem Casein können auch 250g Magerquark verzehrt werden, da dieser sehr caseinhaltig ist.

Die Abbildung veranschaulicht noch einmal den Anteil der Kohlenhydrate, welchen der Körper während einer Stunde intensivem Krafttraings verbraucht. 80% der gesamten Energie während des Trainings bezieht der Körper aus Kohlenhydraten, was somit die primäre Energiequelle ist, ca. 18% aus Fetten und 2% aus Eiweiß. Das Bedeutet, bevor man diese 80% im Körper nicht wieder hergestellt hat bezieht der Körper die Kohlenhydrate auch aus anderen Quellen wie Eiweiß, wodurch, wenn man nur einen Eiweißshake zu sich nimmt der größte Teil garnicht dafür genutzt wird wofür man es eigentlich gerne hätte.

Gastautor: Ron Froese, begeisterter Naturalbodybuilder seit ca. einem Jahr.

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1 Kommentar

  • Tini 20. Oktober 2011 at 16:59

    Ich stehe selbst im Training und habe mich nie wirklich getraut nach dem Training mit Proteinen zu unterstützen. 🙂 dein Artikel hat sehr viele gute Informationen enthalten, die mich gut aufgeklärt haben 😉 für Frauen ist es ja immer so eine Sache mit den Kohlenhydraten usw.
    Liebe Grüße, Tini.

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