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Kreatin im Bodybuilding – Herkunft, Wirkung, Vorteil, Erfahrung

Einleitung

Dieser Artikel soll dazu dienen, Dich umfangreich über das Thema Kreatin im Bodybuilding zu informieren. Ich werde versuchen, sämtliche Fragen vorwegzunehmen und die Thematik von allen Seiten zu beleuchten. Natürlich würde mich sehr darüber freuen, wenn Du anschließend auch Deine Meinung zu Kreatin, Erfahrungen oder Anregungen kundtun könntest.

Was ist Kreatin?

Kreatin (von „kreas“, griechisch: Fleisch) ist eine organische Säure. Sie wird in geringen Mengen (1-2 Gramm/Tag) im Organismus synthetisiert und ist somit ein körpereigener Stoff. Kreatin dient unter anderem der Energiebereitstellung in unserer gesamten Skelettmuskulatur und ist auch zu 90 % dort enthalten.

Kreatin ist in Fisch und Fleisch enthalten und kann zusätzlich (2-5 Gramm/Tag) über die Nahrung aufgenommen werden. Um jedoch an 5 Gramm Kreatin zu gelangen, müsstest Du ein Kilogramm rohes(!) Fleisch essen. Beim Braten/Kochen würde nämlich einiges an Kreatin verloren gehen. Deshalb wäre ein reines Konzentrat an Kreatin, sprich Kreatinpulver, eine ideale Alternative für Dich.

Was bewirkt Kreatin?

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  • eine 10 – 20% höhere körperliche Leistungsfähigkeit
  • eine schnellere Regeneration & die Zunahme der Muskelmasse
  • die Förderung der mentalen Leistung & eine Verbesserung des Gedächtnis

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Höhere Leistungsfähigkeit: In allen hochenergetischen Prozessen im Körper wird Kreatin zum Energielieferanten, nachdem es durch ein Enzym zu Kreatinphosphat verarbeitet wurde. Wenn Deine Muskeln anfangen zu arbeiten, wird zunächst der universelle Energieträger ATP (Adenosin-Tri(3)-Phosphat) verbraucht. Dabei gibt ein Molekül ATP durch Abspaltung eines Phosphats sämtliche Energie frei, die den Muskeln zur Verfügung steht und wird danach zum energiearmen ADP (D=Di(2)). Nach wenigen Sekunden ist alles ATP in den beanspruchten Muskeln verbraucht. Das macht sich dadurch bemerkbar, dass die Muskelkraft schwindet. Durch das Kreatin aber kann ADP regeneriert werden, indem das Kreatinphosphat seinen Phosphatrest an das ADP übergibt. Somit steht Dir die Energie in Form von ATP (ADP+P) wieder zur Verfügung. Einfach gesagt, Du kannst dank des Kreatins eine noch größere Leistung erbringen, und das sogar einige Sekunden länger.

Schnellere Regeneration & Zunahme der Muskelmasse: Mithilfe des Kreatins kannst Du einen größeren Trainingsreiz setzen, da es Dir ermöglicht, mit einer höheren Intensität zu trainieren. Dadurch wird eine optimale Grundlage für Deinen Muskelaufbau geschaffen. Des Weiteren fördert Kreatin die Regeneration.

Zudem findet eine Förderung der mentalen Leistungsfähigkeit sowie eine Verbesserung des Gedächtnis statt.

Meine Erfahrung mit Kreatin

Aus eigener Erfahrung kann ich berichten, dass mir das Kreatin zu mehr Disziplin im Sport und in der Ernährung verholfen hat und vor allem für einen neuen Motivationsschub sorgte. Eine Stagnation nach fast 3 Jahren Krafttraining schien für mich unüberwindlich und schmälerte die Begeisterung und Ausdauer für mein sonst so geliebtes Hobby. Die Erfolge, äußerliche Veränderungen und Leistungssteigerungen, ließen auf sich warten, progressives Training war das nicht mehr. Ich begann, unregelmäßiger ins Studio zu gehen, nach keinem wirklichen Plan mehr zu trainieren und auch ernährungstechnisch nur noch unbewusst zu leben.

Kreatin war mir schon eine lange Zeit bekannt und all die Umstände bewogen mich dazu, mich umfangreicher mit dem Thema auseinanderzusetzen. Als ich mich davon überzeugen konnte, mithilfe des Kreatins einen gewissen Neuanfang zu wagen, krempelte ich sämtliche Trainings- und Essgewohnheiten um. Kreatin, ohne regelmäßigem Splittraining und effektiver Ernährung, kam für mich nicht in Frage, alles musste stimmen. Deshalb motivierte ich mich sozusagen selbst und konnte endlich wieder durchstarten. Nach kurzer Zeit war es mir möglich, meine anfängliche Stagnation sogar spielend zu überwinden und wieder Erfolge zu verbuchen.

Somit hat das Kreatin, zumindest meiner Erfahrung nach, mehr geleistet als all die Hersteller sowie Erfahrungsberichte von anderen Sportlern versprochen hatten. Mein Kampfgeist im Training hat mich bis heute nicht verlassen, obwohl ich die Einnahme des Kreatins schon 6 Wochen nach der ersten Zufuhr abgesetzt hatte. Seitdem erziele ich stetig neue Fortschritte.

Hat Kreatin Nebenwirkungen?

Kreatin hat praktisch gesehen keine Nebenwirkungen, da es in seiner reinen Form ein körpereigener Stoff ist. Lediglich die sogenannte Osmose führt zu einer Einlagerung von Wasser in den Muskeln. Dieser Nebeneffekt macht sich äußerlich bemerkbar, indem sich der Muskelquerschnitt vergrößert. Dennoch schwindet das Wasser, wenn die Kreatineinnahme pausiert wird, wieder aus den Muskeln und führt zum Gewichtsverlust. In einer zu hohen Dosierung belastet Kreatin die Nieren, da eine überflüssige Menge ausgeschieden werden muss. Bei Organschwäche oder anderen Bedenken musst Du deshalb einen Arzt deines Vertrauens zu Rate ziehen, bevor Du Kreatin nehmen solltest!

Warum kein billiges Kreatin kaufen?

Gerade beim Kauf von Kreatin ist es wichtig, auf die Qualität des Produkts zu achten. Qualitativ hochwertig ist Kreatin erst dann, wenn eine Reinheit von 100% gegeben ist. Bei minderwertigem Kreatin sind häufig toxische Fremdstoffe enthalten, die wohlmöglich negative Folgen für unseren Organismus haben können. Solche Fremdstoffe können Nebenprodukte, wie in etwa Dicyandiamid und Dihydrotriazi oder der Ausgangsstoff Cyanamid sein, was an minderwertigen Syntheseverfahren bei der Herstellung liegt.

Brauche ich überhaupt Kreatin?

Ein Großteil der Sportler, die Kreatin einnehmen, macht dies aufgrund der leistungssteigernden Wirkung. Kreatin kann erfahrenen Sportlern helfen, eine Stagnation oder Grenzen im Training zu überwinden. Erfahren bedeutet hier, dass bereits einige Jahre in das Training investiert wurden und von Anfänger sein in keinerlei Hinsicht mehr die Rede ist. Ob Neulinge im Bodybuilding auf Kreatin zurückgreifen sollten, beantworte ich mit „Nein“. Gerade Anfänger sollten mit niedriger Intensität trainieren. Kreatin einzunehmen, um die Leistung zu steigern, wäre hier nicht sinnvoll. Denn in erster Linie sollte es bei anfänglichem Training darum gehen, zunächst die Grundmuskulatur zu stärken und den Körper so auf größere Belastungen vorzubereiten. Und nicht darum, mithilfe des Kreatins direkt an das körperliche Maximum zu gehen. Das würde den Körper nur schädigen!

Wie muss ich Kreatin dosieren und einnehmen?

Bei der Dosierung und Einnahme von Kreatin scheiden sich die Geister. Die Einen nehmen Kreatin dauerhaft und in geringer Menge (3-5 Gramm/Tag) ein. Andere wiederum bedienen sich einer Kreatinkur, welche nur in einem 6-8 wöchigen Zeitraum abläuft und dann beendet wird, bevor nach längerer Pause die nächste Kur beginnen kann. Diese Kreatinkur wird oftmals in eine 1-wöchige Ladephase mit einer hohen Dosierung (max. 25 Gramm/Tag) und einer darauffolgenden Erhaltungsphase (max. 9 Gramm/Tag) aufgeteilt. Die Ladephase dient dem Auffüllen des körpereigenen Kreatinspeichers. Ich habe das Kreatinpulver direkt mit Wasser getrunken. Das Pulver sollte sich jedenfalls nicht zulange in einer Flüssigkeit befinden, da es sonst seine Wirkung verlieren kann. Optimal ist die Einnahme mit einem glukosehaltigen Fruchtgetränk, weil das Kreatin so am besten vom Körper resorbiert wird. Die generelle Dosierung aber hängt von Deiner körperlichen Konstitution und Deiner Trainingsintensität bzw. Trainingsart ab. Ich würde Dir deshalb empfehlen, Dich diesbezüglich nach einer persönlichen Einnahmeempfehlung zu erkundigen (Arzt, Apotheker, Trainer, Internet). Nur das kann Dir letztlich die Garantie geben, bestmöglich vom Kreatin zu profitieren!

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1 Kommentar

  • My Homepage 18. September 2013 at 16:18

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    […] Read More: bodybuilding-experience.com/2012/09/19/kreatin-im-bodybuilding/ […]…

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