Supplemente

Creatin, dass weiße Gold des Kraftsports

Creatin, dass weiße Gold des Kraftsports, in diesem Bericht erkläre ich euch, was es damit auf sich hat. Wer Masse zulegen will, kann auch über einen Weight Gainer nachdenken.

Was ist Creatin?

Creatin kommt vom griechischen „Creas“, was soviel wie Fleisch bedeutet. Es ist eine organische Säure, welche an der Energieversorgung der Muskeln mit beteiligt ist. Der Körper kann circa 5 Gramm Creatin speichern. Er produziert es zum Teil selbst, zum Teil nimmt er es über die Nahrung auf. Die Muskeln werden über den Blutkreislauf mit Creatin versorgt.

Wozu benötigt der Körper das Creatin?

Creatin kann Phosporatome binden und an andere Moleküle weitergeben. Bei Energiestoffwechselprozessen(Sport), wird ATP zu ADP, dabei wird Energie frei. Im Muskel gespeichertes Creatin kann, falls der Körper mit aerobem Stoffwechsel, dass heißt mit Sauerstoff, nicht mit der ATP-Produktion hinterherkommt, dabei helfen ADP in ATP umzuwandeln.

Creatin für Muskelaufbau?

Die Frage, die sich viele stellen ist: „Baut Creatin Muskelmasse auf?“, ich wurde auch schon mehrmals gefragt: „Soll ich mir lieber ein Eiweiß oder Creatin kaufen?“.Das ist natürlich alles Falsch. Creatin ist keine Alternative für Eiweiß, sondern etwas komplett Anderes.

Daher baut Creatin auch keine Muskelmasse auf und wird nicht als Supplement wie Eiweiß benötigt. Trotzdem kann Creatin, egal ob als Monohydrat oder in einer anderen Form eingenommen, indirekt euren Muskelaufbau unterstützen, indem es euch dabei hilft, besser zu trainieren. Das beantwortet auch die folgende Frage:

Warum Creatin supplementieren?

Wenn Creatin keine Muskeln aufbaut, warum sollte ich es dann kaufen und zu mir nehmen? Naja, es ist ja nicht so, dass es einen nicht weiterbringen kann.

Für dich als Kraftsportler hat Creatin vor allem die folgenden Vorteile:

  • Durch einen höheren Vorrat an Creatin kannst du manchmal die berühmte „eine Wiederholung mehr“ schaffen. Und wer trainiert weiß: Die letzten Wiederholungen sind die wichtigsten für den Muskelaufbau
  • Eine Gewichtszunahme durch Wassereinlagerung im Muskel lässt euch „massiger“ aussehen

Und wer diese Vorteile für sich nutzen kann, der kann in auch mehr Muskelmasse aufbauen als jemand, der kein Creatin nimmt. Es ist also nicht generell von Creatinkonsum abzuraten.

Creatin sinnvoll für mich?

Sicherlich macht es nicht in jeder Lage sinn, Geld für Creatin auszugeben. Auf wen allerdings die genannten Punkte zutreffen, der kann über den Einsatz von Creatin nachdenken:

  • mindestens 1 Jahr im Fitnesstudio
  • Seit längerer Zeit keine Fortschritte mehr(sogenanntes Plateau)
  • Übungsausführung/Regeneration und Ernährung sind in Ordnung

Gut, du möchtest also Creatin supplementieren. Vielleicht fragst du dich jetzt, ob es nicht auch in natürlichen Lebensmitteln vorkommt..

In welchen Lebensmitteln kommt Creatin vor?

Natürlich kommt Creatin auch in Lebensmitteln vor, zumindest in den tierischen, denn wie wir Menschen benötigen auch die Tiere Creatin. Dabei sind die Konzentrationen an Creatin pro Lebensmittel aber sehr niedrig. So müsste man circa ein Kilogramm Schweinefleisch essen, um 5 Gramm Kreatin zu erhalten. Spitzenreiter dabei ist der Hering mit bis zu 10 Gramm Creatin pro Kilogramm!

 

Creatin durch Nahrungsmittel aufzunehmen ist aber ganz schön teuer und soviel Fleisch ist auch nicht gesund. Deswegen wird Creatin gerne supplementiert. Creatin gibt es als Supplement in verschiedenen Ausführungen:

Creatin Sorten

Creatin Monohydrat

Creatin Monohydrat ist Creatin in seiner Urform. Es ist ein weißes Pulver, dass zu circa 500 Gramm verkauft wird. 5 Gramm Pulver bedeuten dabei auch 5 Gramm Creatin, es ist dadurch sehr preisgünstig. Bei der Einnahme von Creatin ist darauf zu achten, dass es eine Transportmatrix benötigt. Denn wenn es zu lange dauert, bis das Creatin in den Muskel kommt, zerfällt es auf dem Weg in das für uns nutzlose Kreatinin. Deswegen sollte Kreatin Monohydrat optimalerweise mit Traubensaft oder anderen sehr zuckerhaltigen Getränken auf leeren Magen eingenommen werden.

Kre-Alkalyn

Kre-Alkalyn ist kein anderes Creatin, sondern einfach eine Kombination von Creatin mit anderen Stoffen. Das ist auch gut im Bericht über Kre-Alkalyn beschrieben. Es wird oft in Tablettenform eingenommen und benötigt keinen besonderen Einnahmezeitpunkt und keine Transportmatrix, da diese bereits enthalten ist.

Creatin – Kur oder Dauersupplementierung

Viele Jahre lang war man der Meinung, dass eine Dauereinnahme von Creatin dafür sorgt, dass der Körper verlernt, es selbst zu produzieren. Deswegen sollte man es nur als Kur anwenden. Eine Creatinkur besteht dabei aus einer einwöchigen Ladephase, in der man 20-30 Gramm pro Tag supplementiert. Danach nimmt man bis zum Ende der Kur eine tägliche Dosis von bis zu 10 Gramm ein. Dagegen spricht auch heute nichts, eine Creatinkur kann jederzeit durchgeführt werden. Allerdings gilt es mittlerweile als widerlegt, dass der Körper durch eine Dauersupplementierung Schaden nimmt. Daher ist es auch möglich, täglich circa 5 Gramm Creatin einzunehmen, um den Körper kontinuierlich mit dem zu versorgen, was ihm hilft. Egal ob Kur oder Dauereinnahme: Während der Einnahme sollte auf ausreichende Einnahme von Wasser geachtet werden. (mindestens 4 Liter/Tag)

Vorheriger Artikel Nächster Artikel

Dir könnte auch folgendes gefallen

2 Kommentare

  • Clarissa 13. Januar 2015 at 11:56

    Hi Patrick,
    toller Artikel! Die Sache der „letzten Wdh!“ kann ich so unterschreiben. 🙂 Mich würde interessieren, ob du Creatin als Kur oder dauerhaft einnimmst? Viele sind ja mittlerweile auf Dauerhaft umgestiegen.
    LG Clarissa

  • Patrick Geiger 8. Februar 2015 at 3:54

    Hallo Clarissa,
    vielen Dank, das freut mich…
    Ich selbst führe keine Kuren durch sondern supplementiere dauerhaft. Da ich das ganze nicht wegen dem Aufschwemmen sondern nur wegen der Kraftsteigerung mache verwende ich Kre-Alkalyn

    Grüße Patrick

  • Antwort schreiben