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Stretching und Dehnen im Kraftsport – was muss man beachten?

Für regelmäßige Fitnessstudio-Besucher sind Bodybuilder beim Stretching ein eher seltener Anblick. Da stellt sich einem doch die Frage, wie sinnvoll das Dehnen/Stretching vor beziehungsweise nach dem Krafttraining überhaupt ist. An dieser Stelle mehr:

Für Leichtathleten sind Dehnübungen eine Selbstverständlichkeit. Auch wenn bis heute noch immer hitzig über ihren tatsächlichen Nutzen und den optimalen Zeitpunkt für die Dehngymnastik gestritten wird, gibt es im professionellen Sport niemanden, der darauf verzichtet. Die Muskeln werden dabei unter Zugspannung gesetzt, um die Agilität und Leistungsfähigkeit langfristig zu wahren beziehungsweise zu steigern. Außerdem geht man davon aus, dass durch das Dehnen das Verletzungsrisiko deutlich gemindert wird. Auch ein positiver Einfluss auf die Regeneration der durch Ermüdung verkürzten Muskulatur wird dem Dehnen nachgesagt.

Nach intensiven Trainingseinheiten stehen unsere Muskeln unter Hochspannung. Die Muskelspannung ist wichtig und sorgt dafür, dass wir im Entscheidenden Moment Leistung erbringen können. Nach dem Sport gilt es jedoch, für eine Muskelentspannung zu sorgen – mithilfe einiger Dehnübungen. Man unterscheidet dabei zwischen dem dynamischen Dehnen, bei dem federnde Bewegungen Verspannungen lösen, und dem statischen Dehnen, das meist mit dem englischen Begriff Stretching bezeichnet wird. Dabei werden Dehnpositionen für einen bestimmten Zeitraum (meist 10 bis 20 Sekunden) gehalten. Fußballer, Läufer, Turner – sie alle dehnen sich. Warum also nicht auch Bodybuilder?

Dehnen ist für Bodybuilder sinnvoll

Dehnübungen werden von Kraftsportlern häufig links liegen gelassen. Dabei ist gerade das Stretching für Kraftsportler eindeutig sinnvoll – vor allem, um Muskelverkürzungen vorzubeugen. Enthält man den eigenen Muskeln das Stretching vor, nimmt die Agilität beziehungsweise Effektivität der Muskeln merklich ab. Außerdem empfehlen sich die Dehnübungen auch für die Cardio-Einheiten. Daher empfehlen die meisten Sportexperten den Kraftsportlern ein spezielles Beweglichkeitstraining, das auf die Bedürfnisse des durch Bodybuilding gestählten Körpers zugeschnitten ist. Wie das aussehen kann, zeigt dieses Video.

Bild: © iStock.com/winjohn

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1 Kommentar

  • Jahn von Fitvolution 2. Juli 2015 at 11:53

    Hi Patrick,

    ich halte Dehnen für absolut sinnvoll. Jedoch sollte man seine Muskeln aufgrund der erhöhten Verletzungsgefahr weder direkt vor noch direkt nach dem Training dehnen. Ich denke, dass das die meisten Kraftsportler und Bodybuilder inzwischen wissen. Es macht Sinn die Muskulatur losgelöst vom Training zu dehnen. Ich kenne einige, die das auch so machen. Vielleicht sieht man die Bodybuilder deshalb nicht im Studio, wie sie sich dehnen, da sie es einige Stunden später oder am nächsten Tag zuhause tun. 😉

    Viele Grüße
    Jahn

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